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In Deutschland sind Empfänger von Blutkonserven durch die Untersuchung des Spenderblutes seit Herbst 1985 nahezu geschützt. Dennoch bleibt ein sehr geringes Restrisiko bestehen. Da die Antikörper gegen HIV erst einige Wochen nach der Infektion nachweisbar sind, könnte die Blutkonserve eines frisch (d.h. vor wenigen Tagen oder ein, zwei Wochen) infizierten Blutspenders HI-Viren enthalten. Deshalb werden alle Blutkonserven in der BRD zusätzlich mit einem ‚Virentest‘ (PCR-Test) aufwendig untersucht. Das Risiko, sich im Rahmen einer Bluttransfusion mit HIV zu infizieren, wird heute in Deutschland mit einer Wahrscheinlichkeit von 1:1.000.000 bis 1:3.000.000 beziffert.
Bei planbaren Operationen können durch Eigenblutspenden Restrisiken dieser Art vermindert werden. Dabei wird den Patienten einige Wochen vor der Operation Blut abgenommen und eingelagert, so dass es beim Eingriff zur Verfügung steht. Bei Blutprodukten wie Albumin und Gammaglobulin ist die Gefahr praktisch gleich Null, da der Herstellungsvorgang dieser Produkte gleichzeitig zu einer Sterilisierung führt. Die für Bluter notwendigen Gerinnungspräparate beinhalten heute kein Risiko mehr.