PEP ist die Abkürzung für Post-Expositions-Prophylaxe und bedeutet soviel wie vorbeugende Behandlung nach einer möglichen HIV-Übertragung.
Die HIV-PEP ist eine medizinische Sofortmaßnahme, die dann ergriffen werden kann, wenn Sie sich einem HIV-Infektionsrisiko ausgesetzt haben (wie ungeschützter analer oder vaginaler Sexualverkehr mit einer HIV-infizierten Person, ungeschützter oraler Sexualverkehr mit Samenerguss des HIV-infizierten Partners, die Verwendung von gebrauchtem Injektionsmaterial einer HIV-infizierten Person oder bei Nadelstichverletzungen). Ob diese Maßnahme eingeleitet werden oder nicht, muss im Gespräch mit einem Facharzt entschieden werden. Dieser orientiert sich an den ‚Deutsch-Österreichischen Empfehlungen zur Postexpositionellen Prophylaxe der HIV-Infektion’.
Die HIV-PEP ist eine Behandlung mit einer Kombination von drei Medikamenten und muss möglichst rasch (spätestens innerhalb der ersten 72 Stunden) eingeleitet werden. Die Behandlung dauert zwischen 4-6 Wochen. ABER: Die HIV-PEP ist nicht das „Kondom danach“, sie ist mit der täglichen Einnahme mehrerer Medikamente verbunden und kann entsprechende Nebenwirkungen haben. Falls bei Ihnen das Risiko einer HIV-Übertragung besteht, nehmen Sie sofort Kontakt mit einer Arztpraxis oder einem Krankenhaus auf. In verschiedenen Städten gibt es auch spezielle HIV-Behandlungszentren.
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